Gedanken einer alten Katze

Quintus, ca. 10 Jahre   Zeppelin, ca. 6 Jahre

Vita, ca. 5 Jahre

„Da steh ich nun und kann nicht anders…“ als eine in die Jahre gekommene Samtpfote an einem Ort, an dem Raum und Zeit förmlich miteinander verschmelzen. Wo ein fortwährendes Kommen und Gehen herrscht und dessen Atmosphäre angefüllt ist vom beharrlichen Gezänke um die Autorität im beengten Revier und am Futternapf. Dabei hatte ich auch schon bessere Tage gesehen, war ich doch vor langer Zeit im Kreise einer Familie aufgehoben…
Vor einigen Jahren, als ich selbst ein junger Wildfang war, ja da, da fanden mich alle noch so süüüß. Man spielte aufs ausgiebigste mit mir und bedachte mich mit endlosen Streicheleinheiten. Manchmal buhlte man regelrecht um meine Aufmerksamkeit und stritt darum, auf welchem Schoß ich denn nun sitzen durfte (obwohl ich das immer selbst bestimmte, was meine Menschen aber nie merkten #grins#). Doch mit der Zeit fühlte ich mich zunehmend als Störfaktor.
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Gebet eines Katzenkindes

Dschinn, grau getigert Jenna schaut aus Koerbchen 2 Ramazotti, blaugrau

Lieber Gott! Warum nur hast Du uns erschaffen? Wozu sind wir auf der Welt?
Niemand mag uns und niemand will uns haben. Allen sind wir nur ein Dorn im Auge und den ganzen Tag sind wir nur damit beschäftigt, um unser kleines Leben zu kämpfen, so kümmerlich es auch sein mag.
In Scheunen erblicken wir das Licht der Welt, hinter Heuballen, unter Holzstapeln, in Garagen oder finsteren Kellerlöchern. Unsere Eltern sind frei lebende Bauernhofkatzen, die bestenfalls geduldet, fast nie jedoch gut versorgt und schon gar nicht kastriert werden. Das kostet ja nur unnötiges Geld und Geld – das haben wir in unserem jungen Leben schon gelernt – sind wir Katzen schon gar nicht wert.
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SOS! Katzen in Not! SOS!

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Hilflosigkeit, Traurigkeit und Wut – das sind die Gefühle, die den Tierpflegern im Tierheim Kronach zur Zeit auf der Seele brennen.
Hilflosigkeit angesichts der deprimierend hohen Anzahl an Fundkätzchen, die im Moment im Tierheim ankommen und unsere Katzenzimmer in ungeahnter Weise regelrecht überfluten. Traurigkeit über das unbeschreibliche Leid, dass die Katzenbabies in ihrem jungen Leben schon erdulden mussten, unerwünscht, ungeliebt, ausgesetzt, im Stich gelassen, oft halb verhungert, geschwächt und krank, viel zu viele schon an der Schwelle des Todes. Und Wut letztlich über die Ignoranz und Kaltblütigkeit unserer Mitmenschen, die das immense Katzenelend verursacht haben. Wie oft haben wir schon gepredigt, dass jede Katze kastriert werden muss, um unerwünschten Nachwuchs zu verhindern? Manchmal haben wir das Gefühl, gegen Windmühlen zu kämpfen und so sind wir im Moment recht deprimiert.
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