„Jaguar“, männlich, kastriert, Exotic Shorthair(mix?), geb. ca. 03/23

Scheue Schönheit sucht Menschen mit Katzenverstand!

Jaguar ist ein bildschöner Kater mit ausdrucksstarkem Gesichtchen. Auch wenn er auf den ersten Blick wie eine „normale“ Hauskatze aussieht, kann er doch seine Exotic Shorthair-Vorfahren nicht verheimlichen. Irgendwann muss in seiner Ahnenreihe mal ein entsprechender Vorfahr „mitgemischt“ haben.

Jaguar stammt von einem Bauernhof, wo er leider nicht mehr länger geduldet wurde. An die Enge unseres Katzenzimmers und vor allem die ständige Anwesenheit von Menschen musste sich der halbwild aufgewachsene Kater erst gewöhnen. Er vermisst seine Freiheit sehr und ist daher im Tierheim kreuzunglücklich.

Doch wie einen Kater vermitteln, der sich (noch) nicht anfassen lässt? Jaguar ist ohne richtigen Kontakt zu Menschen aufgewachsen, was bedeutet, dass er uns Zweibeinern gegenüber sehr misstrauisch eingestellt ist. Im Moment lässt er sich noch überhaupt nicht anfassen, von streicheln ganz zu schweigen. Trotzdem hat sich sein Verhalten schon stark verbessert, denn inzwischen liegt er schon ganz entspannt in unserer Nähe und beobachtet uns beim Arbeiten. Früher versteckte er sich den ganzen Tag in einer Höhle und man bekam ihn überhaupt nicht zu Gesicht. So langsam spürt Jaguar wohl, dass wir Zweibeiner vielleicht doch nicht ganz so doof sind wie er ursprünglich gedacht hat. 😊 Er ist neugierig geworden und bereit, über seinen begrenzten Horizont hinauszublicken. Noch kann er nicht so ganz über seinen Schatten springen und den ersten Berührungskontakt zulassen. Aber das ist nur eine Frage der Zeit. Da er zudem noch sehr jung ist, sind wir davon überzeugt, dass er sich mit der Zeit noch aus seinem Schneckenhaus locken lässt.

Doch dazu braucht es Menschen mit viel Katzenverstand, Geduld und Liebe. Menschen, die Jaguar so nehmen wie er ist, ohne anfangs allzu hohe Erwartungen zu haben. Es kann durchaus sein, dass er sich wochenlang unter einem Schrank versteckt und sich nicht sehen lässt. Dann heißt es, nicht enttäuscht zu sein, sondern Geduld zu haben und abzuwarten. Mit der Zeit wird Jaguar spüren, dass ihm nichts passiert. Eine ruhige Umgebung mit täglicher Routine und denselben Menschen um sich herum wird dabei sehr hilfreich sein und Jaguar Geborgenheit geben.

Kleine Kinder sollten in Jaguars neuem Zuhause nicht leben. Dafür muss aber mindestens eine weitere Katze vorhanden sein. Gern würde Jaguar auch einen seiner Tierheim-Kumpels mitbringen. Jaguar ist wie die meisten Bauernhofkatzen sehr sozial und hat noch nie ohne Kumpel gelebt. Er ist sehr auf andere Katzen bezogen, sucht deren Nähe und kuschelt mit ihnen zusammen im Körbchen. Ganz allein in fremder Umgebung würde er sich sehr verloren vorkommen. Er braucht einfach einen samtpfotigen Freund zur Gesellschaft und Rückenstärkung.

Bei uns im Katzenzimmer ist Jaguar sehr sauber und so denken wir, dass er sich auch in einem Haus benehmen kann – ein anfängliches Malheur kann natürlich immer mal passieren, bis er sicher weiß, wo das Klo steht.

Nach ausreichend Eingewöhnungszeit muss Jaguar auf jeden Fall wieder die Möglichkeit zum Freigang haben. Er ist keine reine Wohnungskatze, sondern braucht seine Freiheit. Trotzdem soll ihm immer die Tür zu seiner Familie offenstehen, so dass er weiß, wo Sicherheit, Geborgenheit und ein voller Futternapf zu finden sind.

Wenn Sie genügend Geduld und Verständnis mitbringen und denken, dass Sie einer scheuen Bauernhofkatze eine neue Heimat bieten könnten, würden wir uns riesig freuen, wenn Sie sich melden!

Kontakt:
Tierschutzverein Kronach
Ottenhof 2
96317 Kronach
09261 / 20111
tsvkc@gmx.de
www.tierheim-kronach.de

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