„Stöpsel“, männlich, kastriert, Hauskatze, geb. Herbst 2021

Schüchternes Sensibelchen sucht zwei- und vierbeinigen Anschluss

Bereits über zwei Monate lebt Sorgenkind Stöpsel schon im Tierheim, aber erst in der letzten Zeit beginnt er langsam, sich etwas zu öffnen und ganz zarte Vertrauensbande zu knüpfen. Wir wissen nicht, was er erlebt und ob er schlechte oder einfach noch gar keine Erfahrungen mit Menschen gemacht hat. Tatsache ist, dass er uns „bedrohlichen“ Zweibeinern gegenüber sehr misstrauisch eingestellt ist und normalerweise sofort flüchtet, wenn man auf ihn zugeht. Ganz nach dem Motto „Abschreckung ist die beste Waffe“ faucht er dann wie ein Puma, in der Hoffnung, dass man ihn in Ruhe lässt.

Erst in der letzten Zeit hat sich sein Verhalten langsam und unmerklich gebessert. Ein paar unserer ehrenamtlichen Helfer konnten ihn inzwischen davon überzeugen, dass sie nichts Böses im Schilde führen und können ihn nun sogar ausgiebig streicheln. Und siehe da – es gefällt ihm immer mehr! Nun ist Stöpsel gerade dabei, sein Weltbild von uns Menschen zu ändern und Gefallen an den Liebkosungen zu finden.

Interessanterweise kommen auch immer wieder völlig fremde Menschen in unser Katzenzimmer, die er ebenfalls als vertrauenswürdig einstuft und sich von ihnen sofort und ohne langwierige Kennenlernphase anfassen lässt. Das klappt allerdings nicht bei jedem! Stöpsel scheint einfach zu manchen Menschen schneller einen Draht zu finden als zu anderen. Vielleicht spürt er irgendwelche mysteriöse Katzen-„Vibes“, die ihm sagen, dass Mensch X besser mit ihm harmonieren wird als Mensch Y. Katzen haben da ja bekanntermaßen einen guten siebten Sinn.

Nun gilt es, die Menschen zu finden, die Stöpsel sympathisch findet und die wiederum auch Stöpsel gerne in ihre Familie aufnehmen würden. Das ist kein leichtes Unterfangen, da er eben ein schüchternes Sensibelchen ist und die meisten Menschen auf der Suche nach einem problemlosen und sofort zutraulichen Schmuser sind. Auch wenn Stöpsel das sicher auch noch werden wird – ein bisschen Geduld ist dabei eben noch nötig.

Auch für kleine Kinder ist er nicht geeignet. Stöpsel braucht Menschen, die ihn annehmen, wie er ist, die nicht enttäuscht sind, wenn er anfangs noch etwas unnahbar ist und die ihm einfach Zeit geben.

Da er selbst sehr ruhig und brav ist und man ihn im Haus kaum merkt, sollte auch sein neuer Haushalt ruhig und ohne viel Hektik und Trubel sein. Selbstverständlich ist Stöpsel stubenrein, er macht nichts kaputt, ist kein wilder Feger und ein sehr angenehmer Hausgenosse.

Die Frage, ob er besser für Freigang oder Wohnungshaltung geeignet ist, können wir nicht hundertprozentig beantworten. Da er sehr ruhig ist, am liebsten an einem erhöhten Plätzchen liegt und seine Umgebung beobachtet, könnte es sein, dass er sich auch als reiner Wohnungskater wohl fühlen könnte.

Wovon wir aber überzeugt sind, ist die Tatsache, dass er sich mit einer Zweitkatze sicher wohler fühlen würde. Stöpsel ist sehr gut verträglich und genießt die Gesellschaft seiner Artgenossen, vorausgesetzt natürlich, dass sie freundlich zu ihm sind und ihn nicht unterdrücken. Er ist nämlich überhaupt nicht dominant und gibt bei Streitereien lieber nach.

Wir haben das Gefühl, dass Stöpsel gerade dabei ist, sich langsam zu öffnen und die Welt außerhalb seines Tellerrandes wider eigenes Erwarten doch ganz interessant und erstrebenswert findet. Nun wäre es wichtig, dass er viele gute Erfahrungen machen kann, dass er sich sicher, geborgen und gut aufgehoben fühlen kann und dass er Menschen um sich hat, die ihn verstehen und einfach lieb haben. So ein Zuhause wünschen wir ihm von Herzen!

Kontakt:
Tierschutzverein Kronach
Ottenhof 2
96317 Kronach
09261 / 20111
tsvkc@gmx.de

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