„Ursel“, weiblich, kastriert, Hauskatze, geb. Anfang 04/23

Verständnisvolle Adoptiveltern für ängstliches Katzenmädchen gesucht!

Wie so viele unserer Jungkatzen stammt auch Ursel von der Straße, das heißt sie musste ohne engen Kontakt zu uns Menschen aufwachsen. Daher ist die hübsche Maus sehr scheu und findet es nach wie vor „gruselig“, von uns großen Zweibeinern berührt zu werden. Und so wartet sie nun schon seit mehreren Monaten vergeblich auf nette Menschen, die es gut mit ihr meinen und die Aufgabe, sie in ein Schmusekätzchen zu verwandeln, auf sich nehmen wollen.

Dabei können wir für Ursel eine sehr gute Prognose abgeben, denn sie ist bereits auf einem guten Weg und hat sehr großes Potential, eine richtige Familienkatze zu werden. Bei ihren bekannten Bezugspersonen flüchtet sie nur noch, wenn man ganz nahe an sie herangeht. Aber selbst dies nicht immer! Sie wird immer mutiger und lässt sich sogar ab und zu schon ganz vorsichtig streicheln! Ursel ist neugierig und durchaus bereit, über ihren Tellerrand hinauszublicken. So ganz hat sie es zwar noch nicht geschafft, über ihren Schatten zu springen und die angeborene Scheu vor Menschen abzulegen, aber es fehlt nicht mehr viel und sie taut täglich etwas mehr auf.

Natürlich ist ihr Verhalten absolut verständlich, denn Ursel hat die Vorsicht vor uns Zweibeinern quasi mit der Muttermilch aufgesogen. So ein Verhalten ändert man nicht von heute auf morgen.

Da sie jedoch noch sehr jung ist, kann sie durchaus noch „umgepolt“ und an den Menschen gewöhnt werden. Ein guter Anfang ist im Tierheim bereits gemacht und in einem liebevollen Zuhause wird es noch besser vorangehen.

Viel Geduld, Verständnis, Liebe und etwas Fingerspitzengefühl im Umgang mit Katzen sind hierbei natürlich eine unerlässliche Voraussetzung. Man sollte bereit sein, die Katze anzunehmen, wie sie ist, und anfangs nicht zu hohe Ansprüche stellen. Man sollte weder enttäuscht sein, wenn sich der neue Hausbewohner die ersten Tage nur unter Bett oder Schrank versteckt und die so gerne angebotenen Streicheleinheiten gar nicht annehmen will, noch sollte man ihn bedrängen und die Zuwendung aufzwingen. Am effektivsten ist es sicher, sich ganz normal zu bewegen und zu benehmen, Futter anzubieten und unaufdringlich mit dem kleinen Wildfang zu sprechen. Auch einem Spiel mit der Katzenangel kann Ursel oftmals nicht widerstehen. Mit der Zeit lernt sie so von ganz allein, dass ihr keine Gefahr droht. Ihre unbändige katzeneigene Neugier wird sie außerdem recht schnell aus ihrem Versteck locken.

Für Kinder ist Ursel aber dennoch nicht geeignet, da sie im Moment eben noch nicht handzahm ist und allzu unbedarftes Anfassen ganz sicher mit einem Pfotenhieb quittieren würde. Für Kinder, die das noch nicht verstehen können und sich unbedingt einen kleinen Schmusefreund wünschen, kann das sehr deprimierend sein. Auch könnten die Kiddies mit allzu ungestümen Verfolgungs- und Einfangversuchen das kleine Angsthäschen noch mehr verschrecken.

Nach einiger Eingewöhnungszeit sollte Ursel auch wieder Freigang haben dürfen, so wie sie das von klein auf gewohnt ist. Ihr neues Zuhause sollte daher ländlich und verkehrsberuhigt liegen.

Da Ursel noch keinen Tag ihres Lebens ohne andere Katzen verbracht hat und super verträglich ist, wird sie nicht als Einzelkatze vermittelt. Dieses kleine Angsthäschen braucht den engen Körperkontakt zu Ihresgleichen, denn nur so fühlt sie sich sicher und aufgehoben. Sie könnte also entweder zu einer verträglichen zweiten Katze einziehen oder einen Kumpel aus dem Tierheim mitbringen.

Ursel ist im Tierheim verständlicherweise sehr unglücklich. Sie sehnt sich danach, wieder etwas mehr Freiheit genießen zu dürfen als dies hinter den Gitterstäben möglich ist. Wer hat ein Herz für sie und gibt ihr die Chance auf ein glückliches Katzenleben?

Kontakt:
Tierschutzverein Kronach
Ottenhof 2
96317 Kronach
09261 / 20111
tsvkc@gmx.de
www.tierheim-kronach.de

 

 

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