“Risotto”, männlich, Alaskan-Malamute-Husky-Mix, geb. 06/17, 60 cm, wartet bei Bamberg auf ein neues Zuhause

RIESEN NOTFALL!!!

RISOTTO

Rüde

Rasse: Malamute/Husky Mix

Geburtsdatum: ca. 01.06.2017

Schulterhöhe: ca. 59 cm

Aufenthaltsort: Nähe Bamberg in Franken

Risotto verliert Ende der Woche sein neues Zuhause!

Ein Schlittenhund in Spanien? Wirklich eine denkbar ungünstige Kombination! Denn auch wenn Risottos Heimatstadt Granada am Fuß der Sierra Nevada liegt, wo zwischen Tag und Nacht gerne mal 20 Grad Temperaturunterschied liegen – gerade im Sommer ist es natürlich auch in Granada höllisch heiß. 40 Grad tagsüber sind keine Seltenheit, sondern die Regel. Für einen Angehörigen einer Nordischen Hunderasse wie einen Malamute/Husky ist das aufgrund seiner dichten Unterwolle die reinste Qual.

Und so brütete Risotto im Tierheim Sierra Nevada unter der andalusischen Sonne vor sich hin, ließ seine Pfoten in den Wassernapf hängen und träumte von Abkühlung… Sein Sehnsuchtsziel hieß dabei Deutschland.

Inzwischen durfte er nach Deutschland in ein Zuhause ziehen, muss aber leider wieder weg bis Ende der Woche, da die Frau mit ihm nicht zurechtkommt und auch nicht dazu bereit ist, dies zu ändern. Bereits nach einem Tag wurde sie ihm überdrüssig.

In Spanien ausgesetzt, kam er mit einer 10 cm langen Wunde am Hals, die genäht werden musste, zu uns. Das ist alles, was wir über seine Vergangenheit erzählen können. Die Wunde könnte jedoch von einer zu engen Kette stammen, die sich in seinen Hals gegraben hat.

Was auch immer Risotto mitmachen musste, sein Vertrauen und seine Liebe zu uns Menschen konnte es gottlob nicht erschüttern. Denn der aufgeweckte Malamut/Husky ist ein richtiger Sonnenschein, überhaupt nicht ängstlich und uns Zweibeinern sehr zugetan.

Wie die meisten Vertreter seiner Rasse hat Risotto ein sehr offenes und freundliches Wesen. Allerdings neigt auch Risotto zur rassetypischen Dominanz, deswegen sollte sein neuer Besitzer ihm auch souverän zeigen, dass er berechtigterweise der zweibeinige Leithund ist. Ansonsten wird Risotto versuchen, diesen Platz einzunehmen. Hat man seine Zuneigung und Anerkennung gewonnen, wird er als stolzer Schlittenhund, seinem Besitzer zuliebe in der Regel kooperieren.

Er geht auf alle Menschen begeistert zu und möchte Freundschaft schließen. Dabei strahlen seine Augen und sein ganzer Gesichtsausdruck erinnert an ein fröhliches Grinsen. Es fällt schwer, ihn nicht ins Herz zu schließen.

Risotto ist gutmütig und lässt auch unangenehme Prozeduren (wie zum Beispiel beim Tierarzt) geduldig über sich ergehen.

Auch mit seinen vierbeinigen Tierheimkumpels verstand sich Risotto gut. Da Malamute/Huskys oft in Rudeln gehalten werden, würde er sich bestimmt über einen Zweithund in seiner zukünftigen Familie freuen. Dieser sollte allerdings nicht allzu dominant sein. Ein Muss ist dies allerdings nicht, denn er würde sich als Einzelprinz ganz sicher auch sehr wohlfühlen. Dennoch wäre es schön, wenn er zumindest beim Spazierengehen oft tierische Kumpels treffen könnte.

Ob sich Risotto auch mit Katzen versteht, wissen wir leider nicht. Kleinnager dagegen werden von Malamute/Huskys in der Regel als Beute angesehen. Falls Sie also Zwergkaninchen & Co zuhause haben, sollte deren Gehege gut gesichert sein und Risotto nicht ohne Aufsicht in die Nähe dürfen.

Wer sich für einen Malamute/Husky interessiert, darf kein Bewegungsmuffel sein und sollte reichlich Erfahrung mitbringen, um mit solch einem Charakterkopf gut zurechtzukommen. In jahrhundertelanger Zucht wurden diese Hunde nach Ausdauer, Stärke und Unabhängigkeit ausgesucht. Ebenso ausgeprägt ist auch sein eigener Wille. Wird er nicht richtig angeleitet, setzt der schöne Vierbeiner gerne seine eigenen Pläne um.

Mit einer kurzen Runde um den Block gibt sich ein Malamut/Husky nicht zufrieden! Lange Wanderungen, selbst bei Schmuddel-Wetter, sind dagegen genau nach seinem Geschmack. Gerne begleiten Malamute/Huskys ihre Bezugspersonen auch beim Joggen oder Fahrradfahren – doch Vorsicht! Dies ist nur bei kühlem Wetter möglich! Auch sollte immer der Hund das Tempo bestimmen und immer mal wieder schnüffeln dürfen! Einen Hund, und ganz besonders einen Malamut/Husky, bei Sommerhitze hinter dem Fahrrad herrennen zu lassen, ist Tierquälerei! In Maßen genossen kann ein kurzer, gemütlicher und nicht zu anstrengender Fahrradtrip oder eine kleine Jogging-Tour einem Schlittenhund jedoch viel Spaß machen.

Wie die Rassebezeichnung „Schlittenhund“ schon vermuten lässt, ziehen viele Malamute/Huskys gerne beim Spazierengehen an der Leine. Auch Risotto kann anfangs ganz schön Kraft an den Tag legen. Man sollte ihm daher körperlich gewachsen sein. Mit der Zeit wird er aber ruhiger und läuft dann auch in einem für uns Menschen angenehmen Tempo.

Da ziemlich alle Malamut/Huskys über Jagdtrieb verfügen, sollte auch bei Risotto damit gerechnet werden. In der Regel sind Malamute/Huskys keine Hunde, die man frei laufen lassen kann. Einem aufspringenden Häschen oder einer frischen Spur können sie meist nicht widerstehen. Umso wichtiger wäre es, dass Risottos neue Familie ein Haus mit sicher eingezäuntem Garten hat. So könnte er auch ohne Leine draußen herumtollen, man könnte ohne störende Leine mit ihm spielen oder er könnte einfach nur draußen liegen und die Gegend beobachten.

Natürlich soll Risotto aber auch immer ins Haus dürfen, wenn er die Gesellschaft seiner Menschen sucht. Er ist kein Hund, der ausschließlich draußen sein möchte! Risotto ist anhänglich und verschmust. Er liebt seine Familie und möchte in ihrer Nähe sein.

Neben viel Auslauf möchte Risotto natürlich auch noch etwas lernen. Ein paar Kommandos kann er sogar schon: Er macht zum Beispiel „Sitz“ oder gibt Pfötchen. Das ist aber ganz sicher noch ausbaufähig! Trotzdem muss man sagen, dass man Nordische Hunde in der Regel nicht so „perfekt“ erziehen kann wie zum Beispiel einen Schäferhund. Malamut/Huskys bewahren sich immer eine gewisse Schlitzohrigkeit, sie möchten den Sinn eines Kommandos erkennen, oder hinterfragen dies gerne auch, sie haben ein sehr eigenständiges Wesen.

Für Hundesportarten wie Agility o.ä. sind sie daher weniger geeignet. Auch brauchen sie eine konsequente Führung, da sie ihr Herrchen oder Frauchen sonst um die Pfote wickeln und ihnen mit so viel Charme auf der Nase herumtanzen, dass man ihnen wieder nicht böse sein kann.

Was Risotto nun also sucht, wäre eine sportliche, aktive Familie, am besten ohne Kinder. Der kräftige Hund aus dem Norden, in unserem Fall aus dem Süden, stellt hohe Ansprüche und ist nicht für Anfänger geeignet. Sie sollten unternehmungslustig sein und gerne spielen und schmusen. Ein ländlich gelegenes Eigenheim mit eingezäuntem Garten wäre perfekt.

Unser Wirbelwind Risotto hat sicher einige Ansprüche, würde seinen Menschen aber auch seine ganze Anhänglichkeit und Lebensfreude mitbringen. Er möchte so gerne endlich ein richtiges Familienmitglied im kühlen Deutschland sein!

Sollten Sie Interesse und Erfahrung im Umgang mit Nordischen Hunden haben, dann melden Sie sich bitte schnell bei uns, denn Risotto darf nicht mehr lange in seinem Zuhause bleiben!

Ansprechpartnerin in Deutschland:

Sandra Asmussen

Email: Tierheim.SierraNevada@gmx.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.