„Yedi, Yolanda und Yoyo“, ein Kater, zwei Weibchen, alle kastriert, Hauskatzen, geb. 04/21

Erfahrene und verständnisvolle Adoptivfamilien für drei scheue Katzenkinder gesucht!

Leider müssen wir immer wieder feststellen, dass trotz unserer seit Jahrzehnten durchgeführten Kastrationen von wild lebenden Katzen immer noch viel zu viele unerwünschte Babys zur Welt kommen. Oft wandern unkastrierte Neulinge auf Bauernhöfen oder in Dörfern zu und bleiben, wo sie etwas Futter und einen Unterschlupf finden. Wer könnte es ihnen verdenken? Die vielen halbwild lebenden Katzen können nichts für ihr Dasein, dafür sind nur wir Menschen verantwortlich. Genau wie wir lieben sie ihr Leben und versuchen sich gut wie möglich durchzubringen. Dieses Problem ist hausgemacht und den Menschen zu verdanken, die trotz dringender Appelle es nicht für nötig halten, ihre Katzen bzw. Kater zu kastrieren. Diese Menschen machen sich mitschuldig am Leid der vielen Streunerkatzen.

Yolanda

Besonders schlimm ist es für die Babys, die – so goldig sie auch sind – nirgends gern gesehen werden, zu groß ist die Angst der Anwohner, dass sie auch bald wieder für neuen Nachwuchs sorgen. Wann immer möglich, werden diese eingefangen und dem Tierheim übergeben. Und hier sitzen sie nun, ohne wirklich eine Vermittlungschance zu haben. Denn da die Kleinen meist halb wild und ohne Kontakt zu Menschen aufgewachsen sind, haben sie das Misstrauen zu uns Zweibeinern quasi schon mit der Muttermilch aufgesogen. Anstatt niedlicher kleiner Schmusekätzchen sind wir dann mit kleinen Furien konfrontiert, die sich nur verstecken, ausreißen, fauchen und auch durchaus kratzen und beißen würden, wenn man sie gegen ihren Willen anfasst. Woher sollen sie auch wissen, dass wir gar nicht so übel sind? Sie hatten noch nie jemanden, der sie gestreichelt hätte und der gut zu ihnen war. Von ihrer Mutter haben sie nur gelernt, sich in Acht zu nehmen und im Zweifelsfall zu flüchten.

Yedi

Gerade im Moment haben wir auch wieder drei dieser kleinen scheuen „Kratzbürstchen“ im Tierheim, die noch nicht begriffen haben, dass das Zusammenleben mit uns Menschen gar nicht so übel ist. Yedi (männlich, grau getigert) und seine Schwestern Yolanda (grau getigert) und Yoyo (schwarz) verstecken sich mit Vorliebe in einer Katzenhöhle oder auf dem allerhöchsten Liegebrettchen, schauen uns mit weit aufgerissenen Augen ängstlich an und nehmen sofort Reißaus, wenn man sich auch nur vorsichtig nähern möchte.

Da sie jedoch noch nicht so alt sind, besteht durchaus noch die Chance, dass sie mit der Zeit zahm werden, wenn sie auf lange Sicht nur gute Erfahrungen mit uns Menschen machen.

Yoyo

Hierfür suchen wir nun ganz besondere Menschen. Wer sich eine Katze wünscht, mit der er sofort schmusen kann, ist nicht für unsere Faucherle geeignet. Viel Geduld, Verständnis und Liebe sind eine unerlässliche Voraussetzung für die „Resozialisierung“ der kleinen Wildfänge. Man sollte bereit sein, die Katze anzunehmen, wie sie ist, und anfangs nicht zu hohe Ansprüche stellen. Im Moment kann man Yedi, Yolanda und Yoyo noch nicht mit bloßer Hand anfassen. Sie reißen aus, fauchen wie die kleinen Teufel und würden auch beißen, wenn man sie in die Enge drängt. Für Kinder sind sie daher keine Spielgefährten!

Yolanda

Trotzdem lernen die Kätzchen in diesem jugendlichen Alter doch recht schnell und haben durchaus das Potential, Vertrauen zu fassen, auch wenn es im Moment noch nicht so aussieht.

Ideal wäre es, wenn im neuen Zuhause bereits eine weitere freundliche Katze leben würde, denn unsere kleinen Faucherle sind sehr verträglich und kuscheln gern mit ihren Artgenossen. So ganz allein erscheint ihnen eine neue Umgebung noch bedrohlicher als ohnehin schon und eine souveräne Zweitkatze könnte ihnen Sicherheit geben.

Yedi mit Marilyn

Schön wäre es auch, wenn sie nach einer ausreichenden Eingewöhnungszeit auch wieder Freigang haben könnten, da sie dies von früher her so gewöhnt sind. Natürlich sollte ihr neues Zuhause dann nicht gerade an einer Hauptverkehrsstrecke liegen. Yedi, Yolanda und Yoyo wären übrigens auch bestens für das Leben auf einem Bauern- oder Reiterhof geeignet. Eine Scheune zum Schlafen, Strohballen zum Herumklettern, Wiesen zum Mäusefangen, dabei aber auch immer ein gefüllter Futternapf – ein Paradies für unsere kleinen Wilden! Und da wir sie schon kastrieren ließen, kann es auch keinen neuen Nachwuchs geben.

Yolanda

Da die meisten Menschen (verständlicherweise) einen Schmuse-Stubentiger adoptieren möchten, haben unsere kleinen Kratzbürstchen natürlich sehr schlechte Karten. Trotzdem möchten sie nicht für immer im Tierheim bleiben. Sie sind hier sehr unglücklich. Daher unsere Frage: Welche erfahrenen Katzenmamis und –papis möchten sich der Herausforderung stellen und unseren kleinen Wildfängen zeigen, dass das Zusammenleben mit uns Menschen auch viele Vorteile hat? Unsere scheuen kleinen Katzenkinder bräuchten so dringend die Chance auf ein glückliches Katzenleben! Wer kann helfen?

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