“Rissoto”, männlich, kastriert, Husky, geb. 06/17, 65 cm, derzeit noch im Tierheim Sierra Nevada

RISSOTO

Rüde

Rasse: Husky

Geburtsdatum: ca. 01.06.2017

Schulterhöhe: ca. 65 cm

Im Tierheim Sierra Nevada seit: 18.06.2021

Spanischer Schlittenhund sucht neuen Wohnsitz im kühlen Deutschland!

Ein Schlittenhund in Spanien? Wirklich eine denkbar ungünstige Kombination! Denn auch wenn Rissoto‘s Heimatstadt Granada am Fuß der Sierra Nevada liegt, wo zwischen Tag und Nacht gerne mal 20 Grad Temperaturunterschied liegen – gerade jetzt im Sommer ist es natürlich auch in Granada höllisch heiß. 40 Grad tagsüber sind keine Seltenheit, sondern die Regel. Für einen Angehörigen einer Nordischen Hunderasse wie einen Husky ist das aufgrund seiner dichten Unterwolle die reinste Qual.

Und so brütet Rissoto im Tierheim Sierra Nevada unter der andalusischen Sonne vor sich hin, lässt seine Pfoten in den Wassernapf hängen und träumt von Abkühlung… Sein Sehnsuchtsziel heißt dabei Deutschland, denn auch wenn wir über unser deutsches Wetter gerne maulen und uns nach der spanischen Sonne sehnen – für Rissoto ist unser gemäßigtes deutsches Klima die reinste Wohltat. Daher sitzt der bildschöne Rüde schon auf gepackten Koffern und wartet nur noch auf ein Ausreiseticket in sein ganz persönliches „Gelobtes Land“.

Doch bevor Sie entscheiden können, einem spanischen Husky Asyl zu bieten, möchten wir Ihnen Rissoto natürlich etwas genauer vorstellen.

Rissoto kam Mitte Juni als Fundtier ins Tierheim Sierra Nevada. Wie so viele seiner Leidensgenossen war er zuvor herrenlos auf der Straße umhergeirrt und da bis heute kein Besitzer nach ihm gefragt hat, müssen wir annehmen, dass er ausgesetzt wurde.

Über seine Vorgeschichte lässt sich somit leider nichts sagen. Der einzige Anhaltspunkt, den wir haben, ist eine etwa 10 cm lange Wunde am Hals, die vom Tierarzt genäht werden musste. Leider kann uns Rissoto nicht erzählen, was er erlebt hat. Die Wunde könnte jedoch von einer zu engen Kette stammen, die sich in seinen Hals gegraben hat.

Was auch immer Rissoto mitmachen musste, sein Vertrauen und seine Liebe zu uns Menschen konnte es gottlob nicht erschüttern. Denn der aufgeweckte Husky ist ein richtiger Sonnenschein, überhaupt nicht ängstlich und uns Zweibeinern sehr zugetan.

Wie die meisten Vertreter seiner Rasse hat Rissoto ein sehr offenes und freundliches Wesen. Er geht auf alle Menschen begeistert zu und möchte Freundschaft schließen. Dabei strahlen seine Augen und sein ganzer Gesichtsausdruck erinnert an ein fröhliches Grinsen. Es fällt schwer, ihn nicht ins Herz zu schließen.

Rissoto ist gutmütig und lässt auch unangenehme Prozeduren (wie zum Beispiel beim Tierarzt) geduldig über sich ergehen. Da die Tierheimleiterin gerne auch ihre Enkel (9 und 11 Jahre alt) mitbringt, hat er auch schon Kinder kennengelernt und findet sie super. Wir denken daher, dass sich Rissoto auch in einer Familie mit netten und vernünftigen Kindern wohl fühlen würde.

Auch mit seinen vierbeinigen Tierheimkumpels versteht sich Rissoto blendend. Da Huskys oft in Rudeln gehalten werden, würde er sich bestimmt über einen Zweithund in seiner zukünftigen Familie freuen. Ein Muss ist das allerdings nicht. Dennoch wäre es schön, wenn er zumindest beim Spazierengehen oft tierische Kumpels treffen könnte.

Ob sich Rissoto auch mit Katzen versteht, können wir im Moment noch nicht sagen. Bei Interesse könnten wir aber gerne einen (vorsichtigen!) Katzentest in unserem Katzengehege machen. Kleinnager dagegen werden von Huskys in der Regel als Beute angesehen. Falls Sie also Zwergkaninchen & Co zuhause haben, sollte deren Gehege gut gesichert sein und Rissoto nicht ohne Aufsicht in die Nähe dürfen.

Wer sich für einen Husky interessiert, darf kein Bewegungsmuffel sein. In jahrhundertelanger Zucht wurden diese Hunde nach Ausdauer und Stärke ausgesucht. Mit einer kurzen Runde um den Block gibt sich ein Husky nicht zufrieden! Lange Wanderungen, selbst bei Schmuddel-Wetter, sind dagegen genau nach seinem Geschmack. Gerne begleiten Huskys ihre Bezugspersonen auch beim Joggen oder Fahrradfahren – doch Vorsicht! Dies ist nur bei kühlem Wetter möglich!!! Auch sollte immer der Hund das Tempo bestimmen und immer mal wieder schnüffeln dürfen! Einen Hund, und ganz besonders einen Husky, bei Sommerhitze hinter dem Fahrrad her rennen zu lassen, ist Tierquälerei! In Maßen genossen kann ein kurzer, gemütlicher und nicht zu anstrengender Fahrradtrip oder eine kleine Jogging-Tour einem Husky jedoch viel Spaß machen.

Wie die Rassebezeichnung „Schlittenhund“ schon vermuten lässt, ziehen viele Huskys gerne beim Spazierengehen an der Leine. Auch Rissoto kann anfangs ganz schön Kraft an den Tag legen. Man sollte ihm daher körperlich gewachsen sein. Mit der Zeit wird er aber ruhiger und läuft dann auch in einem für uns Menschen angenehmen Tempo.

Da die meisten Huskys über Jagdtrieb verfügen, sollte auch bei Rissoto damit gerechnet werden. In der Regel sind Huskys keine Hunde, die man immer und überall frei laufen lassen kann. Einem aufspringenden Häschen oder einer frischen Spur können sie meist nicht widerstehen.

Umso wichtiger wäre es, dass Rissotos neue Familie ein Haus mit sicher eingezäuntem Garten hat. So könnte er auch ohne Leine draußen herumtollen, man könnte ohne störende Leine mit ihm spielen oder er könnte einfach nur draußen liegen und die Gegend beobachten.

Natürlich soll Rissoto aber auch immer ins Haus dürfen, wenn er die Gesellschaft seiner Menschen sucht. Er ist kein Hund, der ausschließlich draußen sein möchte! Rissoto ist anhänglich, verschmust, er liebt seine Familie und möchte in ihrer Nähe sein.

Neben viel Auslauf möchte Rissoto natürlich auch noch etwas lernen. Ein paar Kommandos kann er sogar schon: Er macht zum Beispiel „Sitz“ oder gibt Pfötchen. Das ist aber ganz sicher noch ausbaufähig! Trotzdem muss man sagen, dass man Huskys in der Regel nicht so „perfekt“ erziehen kann wie zum Beispiel einen Schäferhund. Huskys bewahren sich immer eine gewisse Schlitzohrigkeit, sie möchten den Sinn eines Kommandos erkennen und haben ein sehr eigenständiges Wesen. Für Hundesportarten wie Agility o.ä. sind sie daher weniger geeignet. Auch brauchen sie eine konsequente Führung, da sie ihr Herrchen oder Frauchen sonst um die Pfote wickeln und ihnen mit so viel Charme auf der Nase herumtanzen, dass man ihnen wieder nicht böse sein kann.

Was Rissoto nun also sucht, wäre eine sportliche, aktive Familie, gerne mit älteren Kindern. Sie sollten unternehmungslustig sein und gerne spielen und schmusen. Ein ländlich gelegenes Eigenheim mit eingezäuntem Garten wäre perfekt. Unser Wirbelwind Rissoto hat sicher einige Ansprüche, würde seinen Menschen aber auch die spanische Sonne sowie seine ganze Anhänglichkeit und Lebensfreude mitbringen. Er möchte so gern ein richtiges Familienmitglied im kühlen Deutschland sein! Wer möchte ihm Asyl anbieten?

Ansprechpartnerin in Deutschland:

Sandra Asmussen

E-Mail: Tierheim.SierraNevada@gmx.de

Achtung! Bei Interesse bitte ausschließlich an die angegebene Kontaktadresse wenden, da Rissoto zwar hier vorgestellt, aber nicht von uns vermittelt wird. Danke.

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