„Shima“, weiblich, kastriert, Hauskatze, blaugrau, geb. Herbst 19

Schüchterne Schönheit sucht Menschen mit viel Verständnis

Ob Shima irgendwann einmal eine Karthäuserkatze unter ihren Vorfahren hatte, lässt sich schwer sagen. Ihre Geschwister und Verwandten sind allerdings ganz normale Hauskatzen, die meisten schwarz, ein paar einzelne grau getigert. Eine Schönheit ist sie aber definitiv! Leider jedoch eine sehr unnahbare Schönheit, denn anfassen lässt sich das blaugraue Sensibelchen bis jetzt leider noch nicht.

Shima kam zusammen mit 23 (!!!) weiteren Verwandten zu uns ins Tierheim – vermutlich alle verwandt: Brüder, Schwestern, Mütter, Väter, Onkel, Tanten und Cousinen. Die Großfamilie – bis auf zwei Katzen leider alle unkastriert – lebte auf einem Bauernhof, wo sie eine Scheune als Unterschlupf bezogen hatte. Als diese Scheune nun abgerissen wurde, hatten die Samtpfoten kein Dach über dem Kopf mehr und da sie ohnehin nicht gern gesehen, sondern bestenfalls geduldet waren, wurden sie nach und nach eingefangen und ins Tierheim gebracht, wo sie natürlich erst einmal kastriert, geimpft und entwurmt wurden – ein Kraftakt, und zwar finanziell, platzmäßig und organisatorisch.

Nun suchen wir händeringend Plätze für unsere scheuen Wildfänge, da unsere beiden Katzenzimmer total überfüllt sind und uns der Platz blockiert wird, den wir für weitere Notfälle dringend bräuchten. Außerdem sind die Bauernhofkatzen, die vorher nie in einem Haus waren und ihre Freiheit gewöhnt sind, verständlicherweise in der Enge unserer Katzengehege kreuzunglücklich.

Doch wie Katzen vermitteln, die sich (noch) nicht anfassen lassen? Shima und ihre Kumpels sind ohne richtigen Kontakt zu Menschen aufgewachsen, was bedeutet, dass sie uns Zweibeinern gegenüber sehr misstrauisch eingestellt sind. Im Moment lässt sich noch keine einzige anfassen, von streicheln ganz zu schweigen. Die meisten reißen sofort aus und fauchen, wenn man nur in ihre Nähe kommt. Da die Mehrheit der Katzen aber noch recht jung ist, haben wir die Hoffnung, dass sie sich mit der Zeit doch noch aus ihren Schneckenhäusern locken lassen. Doch dazu braucht es Menschen mit viel Katzenverstand, Geduld und Liebe.

Gesucht werden daher nun Katzenliebhaber, die Shima bei sich aufnehmen, ohne anfangs allzu hohe Erwartungen zu haben. Es kann durchaus sein, dass sich die scheue Schönheit wochenlang unter einem Schrank versteckt und sich nicht sehen lässt. Dann heißt es, nicht enttäuscht zu sein, sondern Geduld zu haben und abzuwarten. Da sie noch jung ist, denken wir, dass sie ihre Meinung von uns Menschen doch noch ändern und Vertrauen fassen kann.

Kleine Kinder sollten in Shimas neuem Zuhause nicht leben. Dafür muss aber mindestens eine weitere Katze vorhanden sein. Gern würde Shima auch eine ihrer Verwandten mitbringen. Shima ist wie alle Mitglieder ihrer Großfamilie eine sehr soziale Katze, die noch nie ohne Kumpel gelebt hat. Sie ist sehr auf andere Katzen bezogen, sucht deren Nähe und kuschelt mit ihnen zusammen im Körbchen. Ganz allein in fremder Umgebung würde sie sich sehr verloren vorkommen. Sie braucht einfach einen Samtpfoten-Freund zur Gesellschaft und Rückenstärkung.

Bei uns im Katzenzimmer ist sie erstaunlich sauber und so denken wir, dass sie sich auch in einem Haus benehmen kann – ein anfängliches Malheur kann natürlich immer mal passieren, bis sie sicher weiß, wo das Klo steht.

Nach ausreichend Eingewöhnungszeit muss Shima auf jeden Fall wieder die Möglichkeit zum Freigang haben. Sie ist keine reine Wohnungskatze, sondern braucht ihre Freiheit. Trotzdem soll ihr immer die Tür zu ihrer Familie offenstehen, so dass sie weiß, wo Sicherheit, Geborgenheit und ein voller Futternapf zu finden sind. Und wer weiß, vielleicht findet sie ja auch noch Geschmack an Streicheleinheiten?

Wenn Sie genügend Geduld und Verständnis mitbringen und denken, dass Sie einer scheuen Bauernhofkatze eine neue Heimat bieten könnten, würden wir uns riesig freuen, wenn Sie sich melden!

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