Zwei schüchterne Schönheiten suchen neues Lebensglück!

„Garfield“, männlich, kastriert, Maine Coon-Mix, rot-weiß, langhaarig, geb. 05/19

„Grisu“, männlich, kastriert, Maine Coon-Mix, schwarz, kurzhaarig, geb. 05/19

Garfield

Grisu

Garfield und sein Bruder Grisu wurden mehr oder weniger wild lebend auf einem Bauernhof geboren. Irgendwann einmal müssen die beiden eine Maine Coon-Katze in ihrer Ahnenreihe gehabt haben, deren Gene vor allem der langhaarige rot-weiße Garfield geerbt hat. Sein Bruder Grisu ist etwas unscheinbarer – zwar ebenfalls groß, kräftig und imposant, aber schwarz, kurzhaarig und mit ausdrucksstarken bernsteinfarbenen Augen. Keine Frage – die beiden sehen zwar sehr unterschiedlich aus, sind aber beide auf ihre Weise bildschön!

In ihrem früheren Zuhause hatten die Brüder zwar durchaus Kontakt mit Menschen und ließen sich auch von ihren gewohnten Bezugspersonen streicheln, waren aber größtenteils auf sich allein gestellt draußen unterwegs und lebten nicht als Familienkatzen im Haus.

Vor kurzem wurde nun die Scheune, in der die beiden ihren Unterschlupf hatten, abgerissen und Garfield und Grisu hatten somit ihr Dach über dem Kopf verloren. In der Hoffnung auf ein neues Zuhause zogen die beiden daher erst einmal ins Tierheim um.

Garfield

Leider sind Garfield und Grisu bei uns sehr unglücklich. Wenn man sich vorstellt, dass diese beiden gestandenen Kater noch nie eingesperrt waren, tun und lassen konnten, was sie wollten und alle Freiheiten hatten, die sich eine Dorf-Katze nur wünschen kann, kann man vielleicht nachfühlen, wie eingeengt sich die beiden nun in den vier Wänden unseres Katzenzimmers fühlen. Wie schön wäre es daher, wenn sie nicht allzu lange bei uns bleiben müssten.

Das absolute I-Tüpfelchen wäre natürlich, wenn die Brüder zusammen in ein neues Zuhause umziehen könnten. Die beiden vertragen sich bestens und liegen oft zusammen im Körbchen. Falls das nicht möglich ist, sollte aber zumindest eine andere, ebenfalls verträgliche Katze vorhanden sein, denn Garfield und Grisu sind sehr soziale Katzen und waren in ihrem ganzen Leben noch nie allein. Sie suchen die Gesellschaft von Artgenossen und kommen auch mit den anderen Katzen in unserem Katzenzimmer bestens aus. Noch nie haben wir bemerkt, dass sie einen Kollegen angefaucht oder sonst irgendwie gemobbt hätten.

Garfield und Grisu mit Kumpel Egon

So problemlos Garfield und Grisu mit ihren Artgenossen umgehen, so schüchtern sind sie dagegen bei uns Zweibeinern. Hier merkt man deutlich, dass sie nicht im Schoß einer Familie, sondern draußen aufgewachsen sind und den ständigen Umgang mit uns Menschen nicht wirklich kennengelernt haben. Geht man auf sie zu, ergreifen die Brüder erst einmal die Flucht und verstecken sich, manchmal fauchen sie auch, wenn man in ihren Augen zu aufdringlich wird. Sie lassen sich aber trotzdem anfassen und streicheln, sogar hochheben, wenn man ganz langsam auf sie zugeht und ruhig mit ihnen spricht. Auf jeden Fall haben beide großes Potential, noch weiter aufzutauen und Vertrauen zu fassen.

Grisu

Dafür brauchen wir aber die richtigen Menschen. Sie sollten etwas Katzenverstand und das richtige Fingerspitzengefühl im Umgang mit solch sensiblen Angsthäschen mitbringen. Ein Haushalt mit kleinen Kindern, in dem es turbulent zugeht, wäre zum Beispiel nicht das richtige für unsere schüchternen Brüder. Das wäre einerseits für Garfield und Grisu zuviel Trubel, der ihr Angst einjagt, aber auch für die Kinder nicht schön, die sich ja in der Regel einen vierbeinigen Freund wünschen, den man sofort anfassen und streicheln kann.

Grisu

Doch gerade dies ist bei Garfield und Grisu im Moment erst noch ganz eingeschränkt möglich. Sie lassen sich zwar – wie gesagt -durchaus anfassen, aber man muss Geduld mit ihnen haben und darf sie nicht bedrängen. So richtig gefallen ihnen die Zärtlichkeit auch noch nicht. Bestenfalls dulden sie unsere Nähe, aber um sie genießen zu können, brauchen die beiden noch etwas Zeit und vor allem viele gute Erfahrungen. Aber ein Anfang ist gemacht. Wir haben das Gefühl, dass Garfield und Grisu im Moment zwar noch misstrauisch, aber dennoch nicht ganz abgeneigt sind, ihr Schneckenhaus zu verlassen und etwas über ihren Tellerrand hinauszuschauen.

Grisu

Doch Vertrauen wird nicht verschenkt, man muss es sich verdienen. Und dafür braucht man Geduld, Geduld und nochmals Geduld. Interessenten, die von Garfields und Grisus bildschönem Äußeren angezogen werden, aber keine Lust haben, wochen-, vielleicht sogar monatelang zu warten, bis die beiden etwas aus sich herausgegangen sind, sind nicht die richtigen Adoptiveltern für die Sensibelchen. Sie müssen definitiv damit rechnen, dass sich die Brüder erst einmal unter einem Schrank oder in einer Katzenhöhle verstecken, nur nachts zum Vorschein kommen und augenscheinlich nichts mit ihren neuen zweibeinigen Dosenöffnern zu tun haben wollen. Auch ein Protest-Pipi auf dem Teppich ist nicht auszuschließen! Dann heißt es, nicht enttäuscht zu sein, sondern Verständnis zu haben und abzuwarten. Garfield und Grisu werden sich alles erst einmal ganz genau ansehen und dann entscheiden, ob sie das Wagnis eingehen können, sich auf uns Menschen einzulassen. Feine Leckerlis, Spielangebote mit der Katzenangel o.ä., ruhiges liebevolles Sprechen und vorsichtige Streichelversuche (aber nicht zu sehr bedrängen und auch akzeptieren, wenn sie sich in ein Versteck zurückziehen) helfen natürlich auf diesem Weg. Am wichtigsten aber ist einfach Geduld.

Garfield

Ganz wichtig für Garfield und Grisu wäre auch, dass sie nach einer angemessenen Eingewöhnungszeit wieder Freigang haben dürften. Dafür sollte ihr neues Zuhause auch wieder auf dem Land liegen und keine viel befahrenen Straßen in der Nähe haben. Die beiden vermissen es so schmerzlich, draußen herumstromern zu dürfen, in der Sonne zu liegen, Mäuschen zu fangen, Vögel zu beobachten oder ihr Revier zu erkunden. Vorher müssen sie aber natürlich erst verstanden haben, wo ihr Futternapf nun steht und wo sie Geborgenheit und Sicherheit erwarten können.

Grisu

Wenn Sie denken, dass Sie genug Geduld, Liebe und Verständnis mitbringen, um unsere sensiblen Angsthäschen aus ihren Schneckenhäusern zu locken, würden wir uns sehr freuen, wenn Sie Kontakt mit uns aufnehmen.

Garfield

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