„Leo“, männlich, kastriert, Hauskatze, geb. 01.05.18

Schüchternes Sensibelchen sucht Katzenfans mit Erfahrung!

Aufgrund einer Katzenhaarallergie mussten Leo und sein Bruder Tommy ins Tierheim umziehen. In der ersten Zeit hat Leo sehr getrauert. Für Katzen ist die Umstellung in eine neue Umgebung erst einmal ein schwerer Schlag, vor allem dann, wenn sie aus einem guten Zuhause kommen. Sie verkraften den Ortswechsel viel schlechter als zum Beispiel Hunde.

Leo (oben) und Tommy (unten)

Da er mit der ganzen Situation überfordert war und ihm alles unheimlich erschien, versteckte sich Leo im hintersten Winkel einer Katzenhöhle und wollte mit uns Menschen nichts zu tun haben. Er ist sehr sensibel und gehört nicht zu der Sorte Katze, die sich schnell mit Neuem abfindet und neugierig nach vorne schaut. Leo zog sich erst einmal völlig zurück, wartete ab und beobachtete. Versuchte man, ihm nahezukommen, verteidigte er sich mit Fauchen und im Notfall auch durch einen Pfotenhieb.

Inzwischen sind einige Wochen vergangen und Leo hat gemerkt, dass er es nicht mit „Katzenfressern“ zu tun hat und es bei uns auch ganz okay ist, auch wenn er sein altes Zuhause nach wie vor schmerzlich vermisst. Er ist nun gerade dabei, mit seinen gewohnten Bezugspersonen zarte Freundschaftsbande zu knüpfen. Er lässt sich von ihnen anfassen, streicheln und genießt dies auch immer mehr. Allerdings muss man sehr ruhig und langsam auf ihn zugehen, liebevoll mit ihm sprechen und darf ihn nicht überfordern. Plötzliches Hochheben oder erzwungenes Herausheben aus seiner Versteckhöhle mag er überhaupt nicht. Dann sucht er sofort das Weite und kann durchaus auch fauchen oder sogar kratzen, wenn er sich in die Enge gedrängt fühlt.

Aus diesem Grund möchten wir Leo nur in erfahrene Hände vermitteln, die sich ein bisschen in seine Denkweise hineinfühlen können und Verständnis dafür haben, dass er nicht gleich von heute auf morgen ein Schmusekater sein kann. Auch für kleine Kinder ist er definitiv nicht geeignet. Leo braucht eine ruhige Umgebung und darf am Anfang nicht mit allzu hohen Erwartungen überfordert werden.

Dabei ist der bildschöne hellrote Kater aber eigentlich nicht scheu! Im Gegenteil, er war ja in einer Familie und kennt den Umgang mit Menschen! Es ist nur so, dass er durch die Umstellung so aus seiner Bahn geworfen wurde, dass er im Moment niemandem mehr vertraut und erst wieder langsam Zutrauen fassen muss. Im Moment ist er bereits auf einem guten Weg und das wird sich mit Hilfe einer netten Familie ganz sicher auch noch stark verbessern.

Eine Möglichkeit, das schüchterne Sensibelchen etwas aus der Reserve zu locken, ist übrigens das Spielen. Leo liebt Bälle, Mäuschen, aber vor allem Katzenangeln und genießt es, seiner „Beute“ hinterher zu jagen. So können Mensch und Samtpfote sich näher kommen und Spaß miteinander haben.

Ebenfalls wichtig für Leo wäre eine soziale und gutmütige Zweitkatze, von der er sich einiges abschauen kann. Er hat seit seiner Geburt mit seinem Bruder Tommy (ebenfalls im Tierheim Kronach) zusammengelebt, hat sich im Katzenzimmer aber mehr einer Kätzin angeschlossen. Er könnte zwar auch zusammen mit seinem Bruder vermittelt werden, aber da dieser etwas dominanter ist, scheint er dessen Nähe eher selten zu suchen, während er sich lieber mit verträglichen Katzendamen umgibt. Wir denken, dass Leo nur ungern ganz allein leben würde und würden uns freuen, wenn er eine nette Freundin bekäme.

Leo hat sein ganzes Leben lang in reiner Wohnungshaltung gelebt und hat damit kein Problem. Im Tierheim sieht man ihn fast nie im Außengehege. Er scheint die Sicherheit eines Rückzugsortes der grenzenlosen Freiheit vorzuziehen. Ein gesicherter Balkon wäre natürlich super, damit er auch einmal Sonne tanken kann.

Im Katzenzimmer ist Leo sehr ruhig, sauber und brav. Er liegt meist in seiner Höhle und beobachtet seine Umgebung. Er wäre sicher ein angenehmer Hausgenosse, den man kaum merkt.

Nun suchen wir verständnisvolle und katzenerfahrene Menschen, die seine verletzte kleine Seele wieder heilen lassen und ihm Sicherheit und Geborgenheit geben. Unser kleines Sensibelchen ist im Tierheim nach wie vor sehr unglücklich und würde sich über einen liebevollen Heimathafen sehr freuen.

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