„Dandy“, männlich, Labradormix, geb. 05/18, 60 cm

Ängstlicher, aber dennoch neugieriger Wirbelwind möchte die Welt entdecken!  

Dandy wurde als Welpe in Bulgarien ausgesetzt. Eine Tierschützerin fand den Bub und nahm ihn mit zu sich nach Hause. Damit hat sie ihm zweifellos das Leben gerettet, denn allein auf sich gestellt hat kein Welpe auf der Straße eine Überlebenschance.

Nun war Dandy also erst einmal in Sicherheit. Er bekam regelmäßig Futter, tierärztliche Betreuung und konnte im Garten mit den anderen Hunden und den frei herumlaufenden Katzen spielen.

Leider hat die Medaille aber auch eine Kehrseite. Im Garten der Tierschützerin wuchs er abgeschottet von der Außenwelt auf. Er hatte also nie die Chance, die Welt außerhalb seiner kleinen Idylle kennenzulernen und konnte nie die vielen verschiedenen Erfahrungen machen, die für einen Welpen in der Prägezeit so unsagbar wichtig gewesen wären.

Im Oktober 2018 durfte Dandy schließlich bei einer Familie in Deutschland einziehen. Leider kam es, wie es kommen musste… Aufgrund seiner Scheu allem Fremden gegenüber war seine neue Familie vollkommen überfordert – was durchaus verständlich ist! Ein noch völlig unsozialisierter Angsthund sollte wirklich nur in erfahrene Hände vermittelt werden! Dandy kannte den Alltag in einer Familie nicht, alles erschien ihm bedrohlich, er war unsicher und teilweise richtig panisch. Seine Bezugspersonen konnten ihm nicht einmal ein Halsband umlegen und mit ihm Gassi gehen. Sie baten unser Tierheim um Hilfe und so übernahmen wir das schwarze Sorgenkind im Februar ins Tierheim Kronach.

Seitdem hat sich viel getan und Dandy hat unglaublich viel dazugelernt. Der Anfang war allerdings hart. Obwohl absolut lieb und gutmütig (Dandy ist weder aggressiv, noch ein Angstbeißer!) hatte er anfangs panische Angst, berührt zu werden. Viel Geduld und Ruhe waren nötig, bis er gelernt hatte, dass wir ihm nichts Böses wollten. Dank des täglichen Trainings mit einer liebevollen ehrenamtlichen Helferin lernte er schnell, dass Streicheln und Gassigehen tolle Freizeitbeschäftigungen sind, die er inzwischen auch nicht mehr missen möchte.

Mit seinen gewohnten Bezugspersonen geht Dandy inzwischen sehr gerne spazieren. Bei ihnen zeigt er keinerlei Ängste mehr, er kommt sofort freudig herbei, nimmt Leckerlis aus der Hand und lässt sich nicht nur streicheln und knuddeln, sondern genießt die Zuwendung offensichtlich auch in vollen Zügen.

Unterwegs schnüffelt er überall neugierig und holt damit gerade nach, was er die ersten Monate seines Lebens verpasst hat. Mitlaufende Hunde fordert er fröhlich zum Spielen auf oder sucht sich ein Stöckchen zum Apportieren. Seinem noch jugendlichen Alter gemäß hat er viel Energie und ist für jeden Unsinn zu haben. Er kommt aber auch auf Zuruf angerannt und holt sich als Belohnung sein Leckerli ab. Man kann sagen, dass Dandy die Tür zur großen weiten Welt bereits aufgestoßen hat und nun gerade dabei ist, die neuen Eindrücke aufzunehmen.

Bei fremden Menschen oder in Situationen, die über seinen inzwischen gewohnten Alltagstrott hinausgehen, ist er allerdings immer noch sehr ängstlich. Er braucht eine Weile, um Vertrauen zu fassen. Daher sollte er souveräne, ruhige und liebevolle Menschen an der Seite haben, die ihm Sicherheit geben, Verständnis für ihn haben und nicht enttäuscht sind, wenn anfangs noch nicht alles so klappt wie erhofft. Da Dandy trotz allem auch sehr neugierig ist, lernt er aber schnell dazu. Es macht Spaß, zu beobachten, wie er sich immer weiter aus seinem Schneckenhaus heraustraut und über seinen Tellerrand blickt.

Dandy ist trotz seiner Scheu ein absolut lieber, gutmütiger und auch mit anderen Hunden gut verträglicher Zeitgenosse. Um seine anfängliche Angst zu überspielen, hat er es sich aber leider angewöhnt, erst einmal zu bellen, wenn ihm etwas unheimlich ist – ganz nach dem Motto „Tu mir nur ja nichts, Du siehst ja, was ich für ein gefährlicher Gegner bin…“ Und da er natürlich ein großer schwarzer Hund ist, mag sich so mancher dadurch einschüchtern lassen. Dabei ist Dandy in Wirklichkeit klein mit Hut und froh, wenn ihm niemand etwas tut!  

Wir suchen für ihn daher erfahrene, verständnisvolle und einfühlsame Menschen, die souverän die Führung übernehmen können und ihm Sicherheit geben. Die weiter mit ihm die kleinen und großen Hindernisse des Alltags trainieren, ihn weiter fördern und ihm die Welt zeigen. Die ihm das kleine Hundeeinmaleins beibringen, ihn körperlich und geistig auslasten, viel mit ihm spielen und spazieren gehen. Eben Menschen, die das Abenteuer „Fast-noch-Welpe“ auf sich nehmen möchten und ein Leben lang gemeinsam mit Dandy durch dick und dünn gehen möchten.

Wenn wir Sie neugierig gemacht haben und Sie genügend Zeit, Geduld, Wissen und Hundebegeisterung mitbringen, melden Sie sich doch bitte bei uns. Dandys ehrenamtliches Gassi-Frauchen würde gerne einen Kennenlern-Termin mit Ihnen vereinbaren!

 

 

 

 

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