Rocky und Tania update 17.03.19

Liebe Tierfreunde! Sicher wartet Ihr schon neugierig auf Neuigkeiten unserer beiden operierten Sorgenkinder Tania und Rocky. Dann wollen wir Euch nicht länger auf die Folter spannen:

Am Dienstag, den 12.03., haben wir Tania und Rocky wieder einmal zur Nachkontrolle in der Klinik in Obergräfenthal (bei Bayreuth) vorgestellt.

Mit Tania war die Tierärztin sehr zufrieden. Die Augenhöhlen sind sehr gut verheilt, so dass die Fäden gezogen werden konnten. Es ist kaum noch eine Schwellung vorhanden und sieht – für unsere Begriffe – auch weder gruselig noch unästhetisch aus. Und dies wird sich mit der Zeit sogar noch weiter bessern.

Auch die Fäden am Oberschenkel (hier wurden ja mehrere große Geschwulste wegoperiert) konnten gezogen werden. Diese Naht müssen wir noch etwas mit Kamillentinktur behandeln, ist aber ansonsten auch gut verheilt.

Auch den lästigen Halskragen durfte Tania nun endlich ausziehen. Jetzt sie kann wieder laufen und springen wie sie will und sich endlich eines Lebens ohne Schmerzen erfreuen. Da sie ja auch schon vorher blind war, ist das Leben ohne Augen keine Umstellung für sie und es ist geradezu erstaunlich, wie mutig sie vorausläuft und wie gut sie zurechtkommt, selbst wenn sie immer mal wieder anstößt.

Aber auch über Bernhardiner Rocky gibt es gute Neuigkeiten. Bei ihm wurden ebenfalls die Fäden am linken Auge gezogen, wobei er leider noch einmal eine leichte Narkose über sich ergehen lassen musste, da diese Fädchen so nahe am Auge, so fein und diffizil zum Durchschneiden sind, dass dies nur in völliger Ruhe und ohne Zappeln und Blinzeln möglich ist.

Das operierte Auge sieht bereits jetzt sehr gut aus und stellt einen riesigen Unterschied zu vorher dar. Zum ersten Mal sieht man das Auge richtig! Vorher war es ja ständig unter dem Lid und Falten verborgen. Was für eine Erleichterung muss es für Rocky bedeuten, endlich mal richtig sehen zu können, und zwar ohne dass etwas reibt und drückt und das Auge ständig tränt! Im Moment braucht er zwar immer noch Augensalbe und Tropfen, aber nicht mehr so oft wie davor und wir denken, dass man dies – wenn alles weiterhin so gut läuft – irgendwann ganz einstellen oder auf ein Minimum reduzieren kann.

Eigentlich war geplant, während der Narkose zum Fädenziehen dann auch gleich noch das rechte Auge zu operieren, das aufgrund der bereits sehr langen OP-Dauer des linken Auges beim letzten Mal nicht mehr gemacht werden konnte. Doch leider müssen wir damit nun noch etwa vier Wochen warten…

Es hat sich nämlich herausgestellt, dass Rockys Hals durch das Tragen der Halskrause derart wund und entzündet ist, dass man der Abheilung erst etwas Zeit geben muss, bevor an eine zweite Operation gedacht werden kann, die ein erneutes Tragen der Krause erforderlich macht. Dabei ist Rocky der erste Hund, der dieses Problem mit der Halskrause hat! Bei Tania zum Beispiel ist alles trocken und normal. Es liegt wohl daran, dass Rocky viel sabbert bzw. beim Trinken viel Wasser wieder von seinen Lefzen heruntertropft. Das läuft dann alles ins Halsfell und da dort der Trichter recht stramm sitzt, kann das nie richtig trocknen und entzündet sich dann. Wir haben zwar schon den weitesten und größten Trichter ausgewählt, außerdem den Hals mit Lebertransalbe eingerieben, aber es hat nichts genützt.

Nun hat die Tierärztin das verklebte Halsfell abgeschoren, wir behandeln die Haut mit Kamillen-Tinktur und da nun wieder genügend Luft rankommt, wird es sicher schnell heilen. So hat Rocky halt noch eine Gnadenfrist von ca. vier Wochen, bis das zweite Auge in Angriff genommen wird.

Immerhin möchten wir, dass seine traurige und schmerzhafte Geschichte nun auch endlich einmal ein Happy-End findet, dass er bald wieder richtig und ohne Schmerzen sehen kann und – Daumen sind gedrückt – dann hoffentlich auch bald ein liebevolles Zuhause findet! Dasselbe gilt natürlich auch für Tania, für die sich inzwischen sogar schon Interessenten gemeldet haben! Wir sind gespannt!

Übrigens kann man auch von diesem Tierarztbesuch wieder nur das Beste über unsere beiden Sorgenkinder berichten, denn auch diesmal waren sie wieder superbrav und geduldig. Ein Traum für jeden Tierarzt und Tierbesitzer!!!

Wir bedanken uns bei allen mitfühlenden Spendern, dass Ihr es uns ermöglicht habt, diesen beiden armen Seelen zu helfen! Ohne Eure Großzügigkeit hätten wir das nicht geschafft! Wir können gar nicht ausdrücken, wie dankbar und gerührt wir über diese Solidarität sind und werden Euch selbstverständlich weiterhin über Tania und Rocky auf dem Laufenden halten.

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