„Athor“, männlich, kastriert, Schäferhundmix, geb. 06.01.15, 62 cm

Energiegeladene Sportskanone sucht dringend erfahrenen zweibeinigen Partner zwecks gemeinsamer Freizeitgestaltung
SOS! Athor braucht ganz dringend ein neues, aber auch geeignetes Zuhause! Klar, kein Hund ist gerne im Tierheim, wenn er genauso gut in einer liebevollen Familie leben könnte. Doch für unseren energiegeladenen Athor ist der Aufenthalt hinter Gittern die reinste Qual. Er müsste dringend hier raus!
Athor trägt sehr viel Schäferhundgene in sich. Wer diese Rasse kennt, weiß, dass Schäferhunde sehr nervös sein können, dass sie leicht hochfahren und unbedingt eine Aufgabe brauchen. In den richtigen Händen und ausgelastet sind diese Hunde jedoch die treuesten Seelen, die man sich vorstellen kann. Sie würden für ihren Besitzer durchs Feuer gehen. Aber es sind eben keine Hunde, die „nur mal so nebenher laufen“, ohne groß Arbeit zu machen, und auch nicht für jedermann geeignet. Für unseren Athor suchen wir daher einen eingefleischten Schäferhund-Freak, der die Bedürfnisse dieser Rasse kennt und Spaß daran hat, mit ihm zu arbeiten.
Athors großes Problem ist, dass er im Tierheim überhaupt nicht zur Ruhe kommt. Überall um ihn herum bellen Hunde, es ist ständig Action und Lärm. Die meisten Hunde können das gut wegstecken und trotzdem Ruhe finden. Athor jedoch nicht. Er kann den Trubel nicht ausblenden und meint, ständig alles beobachten, kommentieren und kontrollieren zu müssen und so springt er in seinem Zwinger hin und her wie ein Flummi. Teilweise dreht er sich auch um die eigene Achse, ist also auf dem besten Weg zu einem Zwingerkoller. Er kann sich einfach nicht entspannen.
Dazu kommt noch, dass er weder körperlich, noch geistig ausgelastet ist. Klar, dass sein Temperament schier mit ihm durchgeht, wenn er dann endlich mal raus zum Gassigehen darf. Vor lauter angestauter Energie möchte er dann am liebsten nur rennen und – da das natürlich nicht so geht wie er es gerne möchte – zieht er dann auch kräftig an der Leine. Auch zeigt er starken Jagdtrieb.
Zwar hat er eine erfahrene und liebevolle Trainerin, die sich 2-3 mal pro Woche mit ihm beschäftigt, aber das genügt einfach nicht. Vor lauter überschäumendem Temperament ist er anfangs erst einmal nur bedingt aufnahmefähig, was das Trainieren von Kommandos etc. angeht. Solange Athor im Tierheim so unter Stress steht, wird sich das wahrscheinlich auch nicht bessern – oder nur sehr langsam. Er bräuchte dringend ein eigenes Zuhause ohne andere Hunde, in dem er endlich zur Ruhe kommen und sich entspannen kann. Erst dann wird das Training erst richtig greifen.
Charakterlich ist Athor absolut lieb. Er ist sehr zutraulich und begrüßt alle Besucher durch fröhliches Anspringen (auch dies muss ihm noch abgewöhnt werden, denn er wirft einen dabei vor lauter Liebe fast um…). Athor liebt alle Menschen, ist gutmütig, anhänglich, kameradschaftlich und verschmust. Kinder ab ca. 10 Jahren kennt er und geht liebevoll mit ihnen um. Für kleine Kinder ist er allerdings zu stürmisch.
Andere Hunde findet Athor dagegen leider nicht so toll. Er möchte gerne ein Einzelprinz sein und seine Familie nicht teilen müssen.
Athor ist stubenrein, fährt gern im Auto mit und ist das Familienleben im Haus gewöhnt. Allerdings hat er auch hier noch ein „kleines“ Problem: Er hat starke Verlustängste und mag nicht allein bleiben. Frust, Verzweiflung und Langeweile nagen dann stark an ihm und so kann es sein, dass die Wohnung etwas anders aussieht, wenn Herrchen und Frauchen zurückkommen… und zwar nicht unbedingt in deren Sinn…
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Athor Menschen gegenüber ein wirklich lieber und problemloser Kerl ist. Er würde sich nur zu gern einer netten Familie anschließen und ist im Tierheim sehr unglücklich.
Aber er ist eben nicht für Otto-Normal-Verbraucher oder Hundeanfänger geeignet. Er sollte zu wirklich erfahrenen Schäferhundfans, die Spaß daran haben, mit einem Hund zu trainieren. Das umschließt einerseits lange Spaziergänge durch Wald und Flur, damit sich Athor richtig auspowern kann. Doch dies allein genügt nicht. Athor braucht eine Aufgabe! Er muss mitdenken können, möchte Kommandos einüben, geistig gefordert sein. Sicher wäre er auch gut für Hundesport geeignet.
Bis Athors lang etablierte Unarten und eingerostete Verhaltensmuster aufgebrochen sind, ist es natürlich ein langer und beschwerlicher Weg. Aber Athor wird es danken! Wir sind davon überzeugt, dass er sich zu einem tollen Begleiter entwickeln könnte. Deshalb suchen wir Menschen mit Erfahrung, die Spaß an der Arbeit mit einem Hund haben und die Herausforderung gerne annehmen.
Wenn Sie sich angesprochen fühlen, würden wir uns über Ihren Besuch riesig freuen. Gerne möchten wir Ihnen unser Sorgenkind Athor vorstellen und wer weiß – vielleicht ist er ja Ihre Liebe fürs Leben?

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